FAQ


    FAQ heißt Frequently Asked Questions und beantwortet häufig gestellte Fragen.

    Was ist nötig, damit eine Ernährungsberatung von der Krankenkasse gefördert wird?
    Bei der individuellen Einzelberatung wird ein Rezept vom Haus- oder Facharzt benötigt.
    In einzelnen Fällen wird vorab ein Kostenvoranschlag an die Krankenkasse geschickt.
    Die Rechnung für die Ernährungsberatung wird an die Diätassistentin gezahlt und kann anschließend zusammen mit dem Rezept bei der Krankenkasse eingereicht werden. Die Rückerstattung erfolgt auf Ihr Konto.

    Was sollte auf dem Rezept stehen?
    Eine ernährungsrelevante Diagnose und „individuelle Ernährungsberatung“.
    Das Budget des Arztes wird nicht belastet!

    Wie funktioniert eine Rückerstattung bei Präventionskursen?
    In der Regel genügt eine Teilnahmebestätigung, nachdem der Kurs mindestens zu 80 % der gesamten Kursdauer besucht wurde.

    Gibt es einen Unterschied zwischen Diätberatung und Ernährungsberatung?
    Ja, der wesentliche Unterschied ist, daß bei der Ernährungsberatung eine Beratung gemeint ist, die vor Erkrankungen schützt, also zur Vorbeugung (Prävention). Mit Diätberatung oder auch Diättherapie ist die Beratung für Patienten gemeint, bei allen ernährungsrelevanten Erkrankungen oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Die Diätberatung darf nur von einer Ernährungsfachkkraft ausgeführt werden. Im allgemeinem Sprachgebrauch steht der Begriff Ernährungsberatung meist auch für Diätberatung.

    Wer ist eine Ernährungsfachkraft?
    Als Ernährungsfachkräfte oder als Ernährungsexperten können sich viele Gruppen bezeichnen, denn das ist keine geschützte Bezeichnung. Staatlich geprüft, examiniert und anerkannt sind Diätassistenten/innen.

    Hier der Text aus der Rahmenvereinbarung:
    2 Qualitätsstandards bei qualifizierter Ernährungsberatung und Ernährungstherapie
    2.1 Qualifikation der Ernährungsfachkraft
    Der Koordinierungskreis orientiert sich bei der Anbieterqualifikation im Bereich qualifizierter Ernährungsberatung und Ernährungstherapie auch an den Ausbildungsanforderungen, wie sie derzeit in den „gemeinsamen und einheitlichen Handlungsfeldern und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von § 20 Abs. 1 und 2 SGB V" (in der jeweils aktuellen Fassung) (1) formuliert sind. Folgende Fachkräfte werden vom Koordinierungskreis anerkannt:
    Oecotrophologen/Ernährungswissenschaftler (Diplom/Bachelor/Master)
    Diplom-Ingenieure Ernährungs- und Hygienetechnik bzw. Ernährung und Versorgungsmanagement
    Diätassistenten
    mit gültiger Zusatzqualifikation für Ernährungsberatung
    gemäß Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zum Ernährungsberater/DGE, Ernährungs-medizinischen Berater/DGE oder mit der Zertifizierung durch die Standesorganisationen (VDOE, VDD) oder des VFED oder durch den Nachweis der Registrierung beim Institut für Qualitätssicherung in der Ernährungstherapie und Ernährungsberatung e. V. (QUETHEB) sowie
    Ärzte mit gültigem Fortbildungsnachweis gemäß Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. Zusätzlich kann hier der Nachweis der Registrierung beim Institut für Qualitätssicherung in der Ernährungstherapie und Ernährungsberatung e. V. (QUETHEB) erbracht werden.

    Eine Erweiterung/Ergänzung dieser Anbieterqualifikationen ist durch Beschluss des Koordinierungskreises möglich.

    Nur diese Berufsbezeichnungen sind geschützt, dürfen von niemand anderem verwendet werden und nur diese dürfen bei ernährungsrelevanten Erkrankungen beraten, also therapieren. Von den Krankenkassen werden diese Fachkräfte anerkannt und deren Beratung rückerstattet.
    Die Bezeichnung Ernährungsberater/in und -experte/in ist nicht geschützt, somit kann sich auch jeder so nennen. Beratungen dürfen dann nur vorbeugend, zur Prävention durchgeführt werden.



     
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