Calcium


    Osteoporose-Vorbeugung

    Optimale Calciumversorgung in der Kindheit und Jugend fördert ein Erreichen der maximalen Knochenmasse. Vitamin-D- und Calciumversorgung und Bewegung im Freien sind untrennbar. Bei hohem Osteoporose-Risiko und Patienten empfiehlt sich eine Aufnahme von 1200-1500 mg täglich. Eine Calciumaufnahme in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, die nicht zum Essen genommen werden, kann die Bildung von Nierensteinen fördern. Bei sehr hohen Calciummengen von 2000 mg täglich kann Prostatakrebs gefördert werden. Hochdosiertes Calcium als Nahrungsergänzung kann zu Verstopfung führen. Ein Calciumsupplement ist gegebenenfalls nur mit ärztlicher Absprache einzunehmen. Calciumcitrat hat weniger Nebenwirkungen als Calciumcarbonat. Fettarme Milchprodukte und calciumreiches Gemüse sind für eine optimale Calciumversorung empfehlenswert.

    Verbesserung der Calciumversorgung

    Essen Sie täglich Milch und Milchprodukte, 1-2 mal in der Woche Fisch. Bewegen Sie sich viel und möglichst im Freien. Calciumreiche Gemüse sind Broccoli, Fenchel, Grünkohl, Spinat und Lauch. Hülsenfrüchte, Nüsse, Beerenfrüchte wie Brombeeren und Johannisbeeren, Inulin z. B. aus Topinambur wirken sich günstig aus. Trinken Sie nicht mehr als 3-4 Tassen Kaffee am Tag, wenig Alkohol, o. k. sind calciumangereicherte Fruchtsäfte. Mit Magermilchpulver können Suppen, Soßen, Cremes und Kartoffelpüree angereichert werden. Ein mäßiger Salzverzehr ist besser, durchschnittlich wird in Deutschland doppelt so viel Salz verzehrt als nötig, und oxalsäurehaltige Lebensmittel wie Rhabarber eher selten essen. Die Calciumaufnahme ist günstiger, wenn das Calcium über den Tag verteilt verzehrt wird und ein calciumreiches Abendessen reduziert den nächtlichen Knochenabbau.

    Calciumreiches Mineralwasser ist z. B. Bad Mergentheimer Albertquelle, Bad Driburger Bitterwasser, St. Margareten Heilwasser, Steinsieker, Bad Windsheimer Residenz-Quelle, Ensinger Sport, Contrex, Bad Niedernauer Römerquelle, Luisenbrunnen, Geroldsteiner, St. Gero Heilwasser.

    Risiko für eine nicht optimale Calciumversorgung besteht während Schwangerschaft und Stillzeit, für Heranwachsende und bei Diäten und Essstörungen, für Vegetarier, vor allem Veganer, für Leistungssportler. Bei Senioren ändert sich Stoffwechsel und Enzym-Aktivität und durch fehlende Bewegung sind sie gefährdet. Auch betroffen sind Patienten mit chronischen Erkrankungen von Pankreas, Leber und Nieren, Arthritis und wenn Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden. Eine Langzeitmedikation von Steroiden, Diuretika, Laxantien, Thyroxin und bestimmten Antacida wirkt sich negativ auf die Calciumaufnahme aus. Bei Hypocalcämie, zu niedriger Calciumspiegel, kommt es zur vermehrten neuromuskulären Erregbarkeit und zu Osteoporose. Die Ursache für Hypercalcämie, zu hoher Calciumspiegel, sind Tumoren oder Hyperparathyreodismus, eine Störung der Nebenschilddrüsen.

     
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